Die 240GB SSD in meinem Notebook war nach einigen Jahren jetzt doch mal für ein Upgrade fällig. Windows 10 und diverse Applikationen ließen nur knapp die Hälfte des Speichers für meine Lightroom und neuerdings Capture One Kataloge und Bilddaten übrigen, was bedeutet, dass es auf eine mehrtägigen Fotoreise schon mal eng werden konnte. Daran – noch zu bearbeitende RAW-Sitzungen für Unterwegs zusätzlich auf dem Notebook vor zu halten war kaum noch zu denken. SSDs sind deutlich im Preis gesunken – also kurzentschlossen eine neue 500GB SSD mit in den Warenkorb gelegt und bei nächster Gelegenheit in den Notebook eingebaut (eine Reinigung des Kühlsystems war ohnehin mal wieder fällig)

Wie bei mir seit Jahren üblich verdrängt eine neue SSD die Älteste aus meinem „System-Park“ – die frei gewordene 240GB Crucial M500 löste also meine älteste 128GB Samsung 830 in meiner Workstation ab. Was während des Umbaus kurzzeitig bedeutete, dass ich ganze vier SSD gleichzeitig in Betrieb hatte… eine Gelegenheit für einen Vergleich der unterschiedlich alten SSDs.

Samsung 830 128GB

Irgendwann nach 2012 als meine erste SSD überhaupt angeschafft. MLC – Speicher, 6Gb/s SATA-Anschluss und laut Hersteller 520MB/s schnell… was sie sequentiell sogar immer noch leicht übertrifft.

Crucial M500 240GB

Der Neuzugang in meiner Workstation. Eine einige Jahre alte Budget-SSD von Crucial. 20 nm MLC NAND-Speicher mit einem Marvell® 88SS9187 SATA 6 Gb/s-Controller. Laut Herstellerangaben 500MB/s lesend und 250MB/s schreibend – auch hier werden die Angaben noch mehr, als erreicht.

Crucial M550 256GB

Etwa die gleiche Generation, wie die M500 – aber das Performance Modell, welches mir in der alten Workstation als Systemfestplatte diente. Hier wirbt der Hersteller mit 550MB/s – nahe am 6Gb/s Limit der SATA-Schnittstelle.
Auch hier – Angaben erreicht. Bemerkenswert ist der Unterschied in der Schreibrate, zu den Budget bzw. älteren Festplatten. Im Alltagsbetrieb aber eigentlich irrelevant.

Samsung 960 EVO 500GB

Meine aktuelle Systemfestplatte. Die einzige moderne NVMe-SSD in diesem Vergleich, die im M.2 Format daherkommt und statt der SATA-Schnittstelle direkt über 4xPCIe angebunden ist. Herstellerangabe ist dementsprechend auch deutlich höher „bis zu“ 3.200MB/s lesend und 1.900MB/s schreibend. Den Generationsunterschied kann man dann auch messen (seltener spüren)… auch wenn die theoretischen Maximalwerte nicht ganz erreicht werden… aber evtl. hatte der CrystalDiskMark die SSD auch nicht ganz exklusiv – weil da eben auch das lokale Windows von läuft. Nah genug, schnell genug 😉

Western Digital Blue 3D-NAND TLC

Der Vollständigkeit halber habe ich jetzt auch noch die neue Notebook-SSD getestet. Diese ist zwar nicht im gleichen System verbaut – aber der Notebook dürfte hier keine Bremse darstellen.

Zu beachten ist, dass es sich hier um das aktuelle Modell der WD Blue SSD mit 3D-NAND handelt. Der Vorgänger (ohne 3D) war laut anderen Berichten deutlich schwächer. Wie man sieht bietet diese aktuelle „Mittelklasse-SSD“ sehr gute Leistung – selbst beim Schreiben (wie gesagt eigentlich nicht relevant… denn am Notebook schafft es weder das WLan, noch der SD-Reader auch nur in die Nähe dieser Transferraten… woher also sollte die Daten so schnell kommen).

Gefühlt bootet Windows 10 mit der neuen SSD schneller – aber das ist wohl eher eine Mischung aus Einbildung und frisch installiertem System ohne Ballast.

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